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Untervermietung

Die Rechtsprechung hat die Rechtsprosition von Mietern bei Untervermietung einer Mietsache in den letzten Jahren stetig erweitert. Inzwischen kann als gesichert gelten, dass der Mieter einen Anspruch auf Zustimmung zur Untervermietung hat, wenn er nachvollziehbare Gründe vorbringen kann, keine in der Person des Untermieter sprechende Umstände vorliegen und er zumindest teilweise in den Räumen verbleiben möchte oder die Untervermietung nur auf Zeit erfogt. Umfasst sind daher insbesondere die Fälle, dass sich der Mieter eine für ihn zu große Wohnung nicht mehr leisten kann und daher ein oder mehre Räume aus wirtschaftlichen Gründen untervermietet werden müssen oder der Mieter für einen begrenzten Zeitraum im Ausland tätig sein wird und anschließend in seine Wohnung zurückkehren möchte (Auslandsjahr).

Ein Einzelfall können sich jedoch natürlich praktische Probleme stellen. Die Lage für einen „ehrlichen“ Mieter ist jedoch rechtlich gut.

Die Frage ist jedoch, welche Angaben der Mieter bei der Bitte um Untervermietungserlaubnis über den Untermieter dem Vermieter geben muss. Das Landgericht Berlin hat hierzu eine mieterfreundliche Entscheidung gefällt:

Anzugeben sind demnach lediglich:

– Name und Anschrift des Mieters,
– Grund für die Untervermietung
– die untervermietete Fläche
– der Untermietzins

Nicht erforderlich ist demnach die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Untermieters.

LG Berlin vom 11.04.2018, 66 S 275/17

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